1991 — heute
Fünfunddreißig Jahre einer Idee
Über eine feste Verbindung durch den Sund wurde seit dem 19. Jahrhundert debattiert. Gebaut wurde sie in fünf Jahren — als Konsortium zweier Staaten, die je zur Hälfte haften.
Der Staatsvertrag
Dänemark und Schweden vereinbaren die feste Verbindung. Träger wird das Øresundsbro Konsortiet, je zur Hälfte in staatlichem Besitz beider Länder — finanziert über Mauteinnahmen, nicht über Steuern.
Baubeginn
Aus dem Aushub des Tunnelgrabens entsteht Peberholm — eine vier Kilometer lange künstliche Insel, die man bewusst der Natur überließ. Heute ist sie ein Biotop, das nur Forschende betreten dürfen.
Der Lückenschluss
Im August 1999 wird das letzte Brückensegment eingehoben; Dänemark und Schweden sind erstmals fest verbunden. Die Hauptspannweite misst 490 Meter, die Pylone ragen 203,5 Meter auf.
Eröffnung am 1. Juli
Straße und Schiene gehen gemeinsam in Betrieb: oben die E20, darunter zwei Gleise. Die Verbindung bleibt bis heute die einzige feste Straßen- und Schienenverbindung zwischen Schweden und Kontinentaleuropa.
Der Einbruch
Geschlossene Grenzen drücken den Verkehr auf 4,5 Millionen Fahrzeuge — der niedrigste Wert seit zwei Jahrzehnten. Erst 2023 erreicht die Verbindung wieder Vorkrisenniveau.
Rekordjahr zum 25. Geburtstag
8.003.000 Überfahrten, 21.925 Fahrzeuge am Tag, 605.900 Lkw-Passagen über neun Meter. Das Ergebnis vor Wertregulierung: 1.736 Millionen DKK. Die Verbindung soll vor 2050 abbezahlt sein.
