Øresund Crossing
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Kopenhagen ↔ Malmö · E20 · 16 Kilometer Redaktionell geprüft Preisstand 18. Mai 2026 · Quelle Øresundsbro Konsortiet

1991 — heute

Fünfunddreißig Jahre einer Idee

Über eine feste Verbindung durch den Sund wurde seit dem 19. Jahrhundert debattiert. Gebaut wurde sie in fünf Jahren — als Konsortium zweier Staaten, die je zur Hälfte haften.

1991

Der Staatsvertrag

Dänemark und Schweden vereinbaren die feste Verbindung. Träger wird das Øresundsbro Konsortiet, je zur Hälfte in staatlichem Besitz beider Länder — finanziert über Mauteinnahmen, nicht über Steuern.

1995

Baubeginn

Aus dem Aushub des Tunnelgrabens entsteht Peberholm — eine vier Kilometer lange künstliche Insel, die man bewusst der Natur überließ. Heute ist sie ein Biotop, das nur Forschende betreten dürfen.

1999

Der Lückenschluss

Im August 1999 wird das letzte Brückensegment eingehoben; Dänemark und Schweden sind erstmals fest verbunden. Die Hauptspannweite misst 490 Meter, die Pylone ragen 203,5 Meter auf.

2000

Eröffnung am 1. Juli

Straße und Schiene gehen gemeinsam in Betrieb: oben die E20, darunter zwei Gleise. Die Verbindung bleibt bis heute die einzige feste Straßen- und Schienenverbindung zwischen Schweden und Kontinentaleuropa.

2020

Der Einbruch

Geschlossene Grenzen drücken den Verkehr auf 4,5 Millionen Fahrzeuge — der niedrigste Wert seit zwei Jahrzehnten. Erst 2023 erreicht die Verbindung wieder Vorkrisenniveau.

2025

Rekordjahr zum 25. Geburtstag

8.003.000 Überfahrten, 21.925 Fahrzeuge am Tag, 605.900 Lkw-Passagen über neun Meter. Das Ergebnis vor Wertregulierung: 1.736 Millionen DKK. Die Verbindung soll vor 2050 abbezahlt sein.

Die Öresundbrücke im Bau, 1999: Pylone und Fachwerkträger stehen, an einem Pylon arbeitet noch ein Kran.
1999, ein Jahr vor der Eröffnung — die Hochbrücke steht, an den Pylonen wird noch gearbeitet. Foto: Roger W · Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0